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Neue Ausgabe der DKKV-Schriftenreihe zur Flutkatastrophe 2021 veröffentlicht
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Gewinner:innen 2021

Im Jahr 2021 wurde der DKKV-Förderpreis erstmalig in zwei Kategorien ausgeschrieben und sowohl an die beste Bachelor- als auch an die beste Masterarbeit verliehen. Thematisch sollten die Arbeiten einen Bezug zur nationalen und internationalen Katastrophenvorsorge und -nachsorge, dem Risiko- und Krisenmanagement oder der Risikoforschung aufweisen. Denkbare Ausrichtungen der Arbeiten waren beispielsweise ein Fokus auf die Naturgefahrenanalyse, die Frühwarnung, die Anpassung an den Klimawandel, den Schutz kritischer Infrastrukturen oder weitere Themen des Bevölkerungsschutzes. 

Die Preisverleihung fand aufgrund der anhaltenden Pandemiebedingungen digital und intern im Anschluss an die Mitgliederversammlung im Dezember 2021 statt. Die Gewinner:innen präsentierten ihre Arbeiten den DKKV-Mitgliedern, wobei besonders die Vielfältigkeit des Preises, aber auch der Katastrophenvorsorge zum Ausdruck kam.

Michael Skala, Absolvent der Fachhochschule Kiel,erhielt den DKKV-Förderpreis 2021 in der Kategorie Bachelor für seine herausragende Abschlussarbeit mit dem Titel "Entwicklung einer Aktivierenden Befragung im sozialraumorientierten Bevölkerungsschutz Ein Beitrag der Sozialen Arbeit zur Aktivierung einer Selbstschutz- und Selbsthilfekompetenz bei Bürger*Innen für eine stärkere gesellschaftliche Resilienz gegenüber Notlagen und Schadensereignissen". Er beschäftigte sich in seiner Arbeit mit der Frage, inwiefern eine aktivierende Befragung in der Sozialen Arbeit dazu beitragen kann, die Selbstschutz- und Selbsthilfekompetenz von Bürger:innen im Rahmen eines sozialraumorientierten Bevölkerungsschutzes zu aktivieren und zu fördern, um damit nachhaltig die gesellschaftliche Resilienz gegenüber Notlagen positiv zu beeinflussen. Ziel war es, eine Aktivierende Befragung als Methode der Sozialen Arbeit für den Bevölkerungsschutz anwendbar zu machen.

Einblick in die Abschlussarbeit.

Katharina Seeger, Absolventin der Universität zu Köln, erhielt den DKKV-Förderpreis 2021 in der Kategorie Master für ihre herausragende Abschlussarbeit mit dem Titel "Geomorphological and sedimentary impacts of exceptional precipitation events on a dry valley in the Andean Precordillera (Tarapacá region, N Chile)". Für sie stand die geomorphologische und sedimentologische Untersuchung von außergewöhnlichen Niederschlags- und Flutereignissen in der Atacamawüste nicht nur vor dem Hintergrund der paläoklimatischen Rekonstruktion im Fokus. Vielmehr zielte sie mit ihrer Masterarbeit darauf ab, ein grundlegendes Verständnis für die Intensität und Häufigkeit dieser seltenen, aber folgenschweren und gefährlichen Flutereignisse zu generieren, und lieferte zugleich Ansatzpunkte für zukünftige Untersuchungen.

Einblick in die Abschlussarbeit.

Gewinnerin 2020

Im Jahr 2020 wurde der DKKV-Förderpreis mit Unterstützung des Deutsches Zentrum Luft- und Raumfahrt e.V. verliehen. Eingereicht werden konnten Bachelor- und Masterabschlussarbeiten, die rund um das Thema „Resilienz“ verfasst wurden.

Janna Frischen, Absolventin des Joint Masters "Geography of Environmental Risks and Human Security" der Universität der Vereinten Nationen und der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn, konnte die Jury mit ihrer Masterarbeit überzeugen. Sie beschäftigte sich hier mit dem Thema „Drought Risk Assessment in Zimbabwe: A Spatial Analysis of Hazard, Exposure and Vulnerability“. Zur Einschätzung der Dürregefahr in Simbabwe führte sie eine auf Fernerkundung basierende Analyse von Daten über den Gesundheitszustand der Vegetation in Simbabwe von 1989-2019 durch. Sie verknüpfte eingehende Literaturrecherche mit einer Expertenbefragung, um relevante Indikatoren der Dürreanfälligkeit zu identifizieren, auszuwählen und sie nach ihrer Relevanz zu ordnen. Kombiniert mit Daten zur Exposition konnte sie so den Dürrerisikoindex berechnen, welcher zur Optimierung des Dürrerisikomanagements verwendet werden und so die Resilienz der Bevölkerung stärken kann.

Die Preisverleihung fand am 16.12.2020 in Form eines WebTalks statt. Neben einem Vortrag der Preisträgerin gab es Raum für Fragen und Diskussionen zum Thema. Wir danken Janna Frischen und allen Teilnehmenden für den interessanten Austausch!

Gewinner 2019

Zum zweiten Mal hat das Deutsche Komitee Katastrophenvorsorge (DKKV) in Kooperation mit der Deutschen Klimastiftung den DKKV-Förderpreis „Preparedness 2030“ vergeben.

In seiner Masterarbeit an der Universität der Vereinten Nationen mit dem Thema „The Role of Social-psychological Factors for the Adaption of Domestic Rainwater Harvesting as a Measure of Adapting to Urban Water Scarcity in Rondebosch, Cape Town” hat sich Dominic Sett mit der Regenwassernutzung als Anpassungsstrategie an zunehmende Wasserknappheit in einem Vorort von Kapstadt beschäftigt. Die Ergebnisse der Arbeit zeigen, dass die sozial-psychologische Faktoren mehr Beachtung in Kosten-Nutzen-Analysen und anderer Anpassungsstrategien finden sollten, um die Resilienz von (Wasser-) Systemen in Kapstadt weiter zu stärken. Die Komplexität sowie Aktualität des Themas überzeugten die Jury.

Gewinnerinnen 2018

Das Deutsche Komitee Katastrophenvorsorge (DKKV) hat in Kooperation mit der Deutschen Klimastiftung am 5. Oktober 2018 erstmalig den Förderpreis „Preparedness 2030“ verliehen. Nach eingehender Prüfung aller Arbeiten wurde der Förderpreis an zwei Personen verliehen, Johanna Stötzer und Katharina Seeger!

Johanna Stötzer hat sich in ihrer am Karlsruhe Institute for Technology (KIT) verfassten Masterarbeit dem Thema „Development of a generic concept to analyse the accessability of emergency facilities in critical infrastructure“ angenommen und hierzu generische und modulare Ansätze entwickelt, welche die Erreichbarkeit von Notfalleinrichtungen in einer kritischen Straßeninfrastruktur auf mehreren Maßstabsebenen untersuchen. Ihre Arbeit stellt eine wertvolle Entscheidungshilfe für die regionale Planung eines Straßennetzwerks dar.

Katharina Seeger hat sich in ihrer an der Universität zu Köln verfassten Bachelorarbeit  dem Thema „Characterisation of modern tropical cyclone deposits at Chaung Thar by applying sedimentological and luminiscene dating approaches – towards using sedimentary evidence for long-term hazard assessment in Myanmar“ gewidmet. Hierzu untersuchte sie rezente und historische Sedimentablagerungen tropischer Zyklone u.a. hinsichtlich des Charakters, Komposition, Alter und Größe, um Rückschlüsse auf die Relevanz von Sedimentanalysen und Lumineszenzdatierung für eine Gefährdungsbeurteilung zu treffen. Die dabei zusätzlich angewendete Methode der Lumineszenzdatierung erwies sich als wichtiges Instrument zur Erstellung eines chronologischen Gerüstes.