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Workshop "Resilienz kritischer Infrastrukturen – Herausforderungen und Lösungsansätze der Digitalisierung"

Im Rahmen der Fachtagung Katastrophenvorsorge 2021 organisierte das DKKV wie auch im vergangenen Jahr einen Workshop zum Themen KRITIS. Dabei lag der Schwerpunkt dieses Jahr darauf, die Resilienz kritischer Infrastrukturen hinsichtlich der Herausforderungen und Lösungsansätze in Bezug auf die Digitalisierung zu beleuchten. Der Workshop wurde von Dr. Benni Thiebes moderiert und von drei Impulsvorträgen gestaltet, die unterschiedliche theoretische und praktische Aspekte der Thematik aufgegriffen haben. Je digitaler unsere Gesellschaft wird, desto wichtiger wird eine resilientere digitale Infrastruktur, um gegenüber verschiedenster Angriffe standhaft zu bleiben. Die Vorträge stellten die konzeptionellen Grundlagen der Resilienz von digitalen KRITIS dar und schaffen durch Praxisbeispiele ein Bewusstsein für Risiken, Bedarfe und Herausforderungen.

Weitere Informationen zur Fachtagung Katastrophenvorsorge 2021 finden Sie hier.

Der Workshop startete mit einem Vortrag von Dr. Martin Hellmann, der Vorstandsmitgleid des DKKV ist und im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) als Koordinator für den Bereich Sicherheitsforschung und Dual-Use tätig ist. Er beschrieb die theoretischen Aspekte von digitaler Resilienz und beleuchtete, inwiefern diese in der Notfallplanung und der Krisenreaktion praktische Anwendung finden.

Im Zweiten Vortrag kam Prof. Dr. Stefan Pickl zu Wort, der als stellvertretender Vorstandsvorsitzender des DKKV und im Lehrstuhl für Operations Research an der Universität der Bundeswehr München tätig ist. Er berichtete von seinen Erfahrungen im Bereich Safety & Security im Hinblick auf die Resilienz kritischer Infrastrukturen und beschrieb, wie komplexe Reachback-Architekturen eingesetzt werden können, um Frühwarnsysteme zu entwickeln und thematisierte ethische Aspekte im Kontext von "Sicherheit und Digitalisierung".

Der abschließende Vortrag wurde von Manuel Atug gehalten, der Mitglied im DKKV ist und als Leiter für die Geschäftsentwicklung der HiSoulutions AG zuständig ist. Er sprach über die komplexen Herausforderungen in IT-Umgebungen von kritischer Infrastrukturen, wie Fernsteuerung, Fernwartung und IT-Security.

Vollständige Aufzeichnung des Workshops:

Graphik zu dem Workshop von Sebastian Lörscher (Visual Facilitators)


Workshop "Digitale und Kritische Infrastrukturen"

Die Fachtagung Katastrophenvorsorge, am 19. und 20. Oktober 2020, wird vom Deutschen Roten Kreuz, unterstützt durch das Katastrophennetz e.V., das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) und das Deutsche Komitee Katastrophenvorsorge e.V. (DKKV), als Online-Veranstaltung organisiert und vom Auswärtigen Amt gefördert. Durch Vorträge, Workshops, Panels, Interviews und Chats können sich die Teilnehmer aktiv über nationale und internationale Katastrophenvorsorge informieren, dieses Jahr unter dem Überthema Frühwarnung. Das DKKV beteiligt sich unter anderem mit einem Workshop zu digitalen und Kritischen Infrastrukturen an der Fachtagung. 

Unsere Gesellschaft wird zunehmend digitaler und damit auch abhängiger von resilienten digitalen Infrastrukturen. Insgesamt steigen dadurch auch die Anforderungen an Daten- und Ausfallsicherheit von IT-Systeme und den damit gekoppelten Kritischen Infrastrukturen. Der Workshop wird eingeleitet durch 3 Vorträge zu unterschiedlichen Aspekten der Resilienz digitaler Kritischer Infrastrukturen und deren Bedeutung für das gesellschaftliche Leben sowie den Anforderungen des Sendai Rahmenwerk für Katastrophenvorsorge 2015-2030. Die Vorträge und die darin beschriebenen Praxisbeispiele zielen darauf ab ein Bewusstsein für Risiken, Bedarfe und Herausforderungen digitaler Kritischer Infrastrukturen zu schaffen. Zudem sollen Lösungen und Handlungsempfehlungen vorgestellt und mit den Workshop-Teilnehmenden diskutiert werden.

Der erste Vortrag "Safety und Security in Kritische Infrastrukturen" wird von Manuel Atug, Senior Manager bei der HiSolutions AG, gehalten. Er ist seit über 23 Jahren in der Informationssicherheit tätig und hat langjährige Erfahrung in Kritischen Infrastrukturen. Dabei befasst er sich mit der Resilienz von Informationstechnologie und Produktionsumgebungen (OT).  Privat engagiert er sich ehrenamtlich in der AG KRITIS mit ethischen Fragestellungen zu Hackback und hybrid Warfare in Bezug auf Bevölkerungsschutz und den daraus entstehenden Risiken.

Den zweiten Vortrag "Klimaresilienz digitaler Infrastrukturen" hält Nevzat Bucioglu, der seit 2001 im IT-Vertrieb tätig ist. Im Laufe der letzten 19 Jahre durchlief er zahlreiche Positionen im Vertrieb und Pre-Sales. Seit 2016 leitet er den IT-Fachvertrieb für Pure Storage in Deutschland und Österreich. Im Zuge dieser Tätigkeit erlebt er die Durchdringung von Digitalisierung in alle Bereiche des täglichen Lebens und deren Risiko.

Horst Kremers hält den dritten Vortrag zum Thema "Informations-Infrastrukturen nach den Anforderungen des UN SENDAI Rahmenwerks". Er ist Generalsekretär von CODATA-Germany, dem Deutschen Nationalkomitee für das Committee on Data des ISC (International Science Council) mit dem Arbeitsschwerpunkt interdisziplinäres und operationelles Informationsmanagement. Die Aufgabenbereiche der Implementation und operationellen Umsetzung der umfangreichen und detaillierten Vorgaben des UN SENDAI Rahmenwerkes stellen bei der Vielzahl organisationsübergreifender Informationsbedarfe technische, administrative und organisatorische Herausforderungen dar.

Vollständige Aufzeichnung des Workshops:

Graphik zu dem Workshop von Sebastian Lörscher (Visual Facilitators)