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Neuigkeiten

Es werden noch Freiwillige zur Unterstützung der Durchführung der COP 23 in Bonn gesucht.

Die COP 23 findet vom 06. bis 17. November 2017 in Bonn statt. Es wird unter anderem Unterstützung in z. B. Side Events und Ausstellungen gesucht oder aber auch in der Besetzung der Infopoints. Freiwillige werden in spezifischen Trainings und Diskussionen geschult, um ein tiefgehendes Verständnis für Themen rund um den Klimawandel zu erreichen und einen reibungslosen Ablauf der COP 23 sicherzustellen. Zu den Training Sessions werden u. a. Stellvertreter_innen vom Auswärtigen Amt (AA), des United Nations Framework Convention on Climate Change (UNFCCC), United Nations Volunteers (UNV), Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) und der Stadt Bonn erwartet.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Ab Dezember 2017 können Wissenschaftler_innen aus dem öffentlichen und privaten Sektor in einer Pilotphase bis 2018 die Versuchszentren in Ispra, Ita­lien nutzen.

Dort kann unter anderem im European Laboratory for Structural Assessment (ELSA) die Erdbebenresis­tenz von Gebäuden getestet werden, welche bis zu fünf Stockwerke hoch sind. Nach der Pilotphase wird es möglich sein, weitere Versuchszentren des JRC in Geel, Belgien, Karlsruhe, Deutschland und in Petten, Niederlande zu nutzen.

Damit soll der Weg zu einem verbesserten Austausch unter Wissenschaftler_innen geebnet werden, um den Informationsfluss vor allem zwischen Wissen­schaft und Industrie zu erleichtern.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Bereits zum zweiten Mal fanden die Dahlemer Rundgespräche „Sicherheitsforschung“ der AG Interdisziplinäre Sicherheitsforschung und dem Institut für Informatik, statt. Dabei standen die Gespräche unter dem Motto „Kontrast oder Symbiose? Sicherheitsforschung im  Spannungsfeld zwischen Technik und Gesellschaft“. Dabei ergaben sich Diskussionen zu folgenden Fragestellungen:

Welche Herausforderungen im Bereich ziviler Sicherheit kommen auf uns zu, und welche Fragen müssen wir stellen, um eine  lebenswerte Gesellschaft garantieren zu können? Oder müssen wir ganz andere Fragen stellen? Die Diskussionen gingen detailliert auf das Spannungsfeld zwischen Technik und Gesellschaft ein sowie die zunehmende Komplexität von Systemen, die vor allem durch den digitalen Wandel größer werden.

Das Rundgespräch wurde auch für den Austausch und die Vernetzung von Expert_innen und regionalen und nationalen Akteur_innen genutzt.

Eine ausführliche Zusammenfassung sowie die Ergebnisse finden Sie hier.

DRK: Schlimmstes Hochwasser in Bangladesch seit 30 Jahren

Von der verheerendsten Hochwasserkatastrophe seit mindestens 30 Jahren sind in  Bangladesch, Nepal und dem Nordosten Indiens inzwischen bereits mehr als 41 Millionen Menschen betroffen. Riesige Flächen an Ackerland und rund eine Million Häuser wurden von den Fluten zerstört. „Millionen von Menschen wurden vertrieben und sind auf akute humanitäre Hilfe angewiesen. Das Rote Kreuz ist vor Ort, die Helfer sind unermüdlich im Einsatz, aber das Ausmaß der Zerstörung und der Hilfsbedarf sind gewaltig“, sagt Christof Johnen, Leiter der Internationalen Zusammenarbeit beim Deutschen Roten Kreuz. Grund für die Überflutungen sind seit Mitte August anhaltende, ungewöhnlich starke Monsun-Regenfälle.

In Bangladesch sind rund 1.200 freiwillige Helfer des Bangladeschischen Roten Halbmonds pausenlos im Einsatz und leisten Nothilfe. Sie versorgen Betroffene mit Nahrungsmitteln sowie sauberem Trinkwasser, Werkzeug, Planen, Notunterkünften und medizinischer Hilfe. Dank eines Systems, das Frühwarnungen auf Basis von Wettervorhersagen nutzt, um vorausschauende Maßnahmen anzustoßen, konnte das DRK in der Gemeinde Bogra in Bangladesch frühzeitig helfen. So hatten die Helfer des DRK bereits im Juli damit begonnen, kleinere Bargeldbeträge an die Menschen in den betroffenen Gebieten auszuzahlen für Lebensmittel, Tierfutter oder Transportkosten, damit sie sich vor den Fluten in Sicherheit bringen können.

Das DRK ist seit über zwanzig Jahren mit einem Länderbüro in Dhaka an der Seite des Bangladeschischen Roten Halbmonds. „Durch jahrelange Zusammenarbeit in den Bereichen Katastrophenschutz und Risikomanagement sind die Gemeinden auf Ernstfälle besser vorbereitet und auch für größere Überflutungen gut aufgestellt. Die diesjährigen Fluten und deren Ausmaß auf die Landwirtschaft übersteigen allerdings die lokalen Kapazitäten“, sagt Johnen.

Mehr Informationen zu dem Thema finden Sie hier.

Prof. Dr. Robert Geipel ist am 4. August 2017 in Gauting verstorben. Er galt als Begründer der Bildungsgeographie im deutschsprachigen Raum. 1969 wurde Prof. Geipel auf den Lehrstuhl für Angewandte Geographie an der TU München berufen, den er bis zu seiner Emeritierung 1994 innehatte. Seit dem Erdbeben von Friaul 1976 galt sein wissenschaftliches Interesse auch dem Aufbau der geographischen Risikoforschung. In dieser Zeit wurde er Mitglied der Akademie für Raumforschung und Landesplanung und Leiter des Bayerischen Staatsinstituts für Hochschulforschung und Hochschulplanung. Prof. Geipel war zudem aktives Mitglied des wissenschaftlichen Beirates für das Deutsche Komitee der Dekade zur Reduzierung von Naturkatastrophen (IDNDR), aus dem das DKKV im Jahr 2000 hervorging. Seine publizistischen Werke rund um die Themen Naturgefahren und Naturrisiken haben die Arbeit des IDNDR-Komitees, aber auch zahlreicher junger Wissenschaftler und Fachpraktiker schon frühzeitig maßgeblich im Sinne eines modernen und nachhaltigen Risikomanagements beeinflusst. 

Wir sind Prof. Dr. Robert Geipel für seinen langjährigen Einsatz und seine wertvollen Verdienste um die Katastrophenvorsorge in Deutschland außerordentlich dankbar und werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Unsere Anteilnahme gilt seiner Familie.