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DKKV-WebTalk: aus Wissenschaft, Praxis und Politik

Klimawandel, Katastrophen, Pandemien sowie andere multiple Gefahren und kaskadierende Risiken stellen wissenschaftsübergreifende und gesamtgesellschaftliche Herausforderungen dar. Das starke Netzwerk des DKKV mit diversen Akteuren aus den operativen und wissenschaftlichen Bereichen der Katastrophenvorsorge, der Risikoforschung und des gesellschaftlichen Risiko- und Krisenmanagements stellt ein Alleinstellungsmerkmal auf nationaler Ebene dar, um den fachübergreifenden Austausch über aktuelle Entwicklungen in der Katastrophenvorsorge zu gewährleisten.

Wir möchten unsere WebTalks als Diskussions- und Wissenschaftsplattform nutzen, um Akteuren aus Wissenschaft, Praxis und Politik die Möglichkeit für einen interdisziplinären Austausch zu ermöglichen. Die erarbeiteten Aspekte können dann aktiv in die öffentliche Diskussion eingebracht werden und so eine effektive Katastrophenvorsorge und Krisenbewältigung unterstützen. Das Ziel des DKKV, eine interdisziplinäre Betrachtung verschiedener Gefahren, Risiken und Katastrophen zu schaffen und so ein modernes, effektives Risiko- und Krisenmanagement zu implementieren, wird dadurch verfolgt. 

Auf dieser Seite werden sowohl zukünftige WebTalks angekündigt als auch Einblicke und Zusammenfassungen in vergangene WebTalks angeboten.

PRE EVENT zur Fachtagung Katastrophenvorsorge 2021 - 21. Oktober 2021

Joint-Webinar mit AFPCN und DCNA

Das DKKV veranstaltet am 21. Oktober um 16 Uhr in Zusammenarbeit mit der Association française pour la prévention des catastrophes naturelles (AFPCN) sowie dem Disaster Competence Network Austria (DCNA) ein Pre-Event zur Fachtagung Katastrophenvorsorge 2021.

Die Online-Veranstaltung widmet sich der Förderung des europäischen Austauschs und dem Thema „Transformationen hin zu einer nachhaltigen und resilienten Zukunft“. Da Hochwasserkatastrophen und hydrometeorologische Ereignisse nicht nur in Deutschland, sondern auch in ganz Europa zunehmen, tauschen sich die Podiumsteilnehmenden der drei Organisationen über ihre Erfahrungen und Lehren aus den jüngsten Katastrophen in ihren jeweiligen Ländern aus. Entlang dreier Hauptfragen wird erörtert, wie wir aus vergangenen Ereignissen lernen können und welche Veränderungen erforderlich sind, um eine resilientere Zukunft in Europa zu erreichen. Im Anschluss werden auch Fragen der Zuschauer:innen in die Diskussion aufgenommen. Gerne können Sie uns auch Ihre Fragen im Vorfeld über info@dkkv.org zukommen lassen.

Das Webinar wird in englischer Sprache ausgerichtet.

21. Oktober 2021, 16:00 – 17:30 Uhr

PRE EVENT zur Fachtagung Katastrophenvorsorge 2021 von DKKV, AFPCN und DCNA

Weitere Informationen zu den Sprecher:innen finden Sie auf dem Veranstaltungsflyer sowie auf der Eventseite der Fachtagung. Dort wird außerdem der Zugangslink zur Veranstaltung veröffentlicht.

Bitte beachten Sie, dass eine Teilnahme nur dann möglich ist, wenn Sie sich für die Fachtagung registriert haben.

DKKV WebTalk zur Bundestagswahl 2021: Katastrophenvorsorge in Deutschland 27. August 2021

Die Krisen- und Katastrophenvorsorge sowie die Stärkung der gesellschaftlichen Resilienz sind mehr denn je im Zentrum des gesellschaftlichen Diskurses angekommen. Hierbei steht nicht nur die Bewältigung der akuten COVID-19-Krise im Fokus. Auch die verheerende Flutkatastrophe im Juli 2021 zeigt die Wichtigkeit eines umfassenden Risiko- und Krisenmanagements auf. Die Vorbereitung auf zukünftige Herausforderungen, wie beispielsweise den Klimawandel und seine Folgen sowie damit einhergehende häufigere Extremereignisse, wird die Katastrophenvorsorge in Deutschland weiterhin prägen.

Aus diesem Grund war es dem DKKV ein Anliegen zur Bundestagswahl 2021 einen Austausch zwischen Politik, Praxis und Wissenschaft aber auch mit der breiten Öffentlichkeit zu den Themen der Katastrophenvorsorge und des Risikomanagements zu ermöglichen. Am 27. August 2021 lud das DKKV daher Vertreter:innen der Parteien BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, CDU/CSU, DIE LINKE, FDP und SPD zu einer virtuellen Paneldiskussion ein. Die Sprecher:innen bekamen so die Gelegenheit die politische Ausrichtung und Positionen ihrer Partei zu den Themen Krisenmanagement, Bevölkerungsschutz sowie Herausforderungen und Handlungsbedarfe der zukünftigen Katastrophenvorsorge vorzustellen und zur Diskussion zu stellen.

Für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN begrüßte das DKKV Dr. Janosch Dahmen MdB, Mitglied im Gesundheitsausschuss und Obmann im Unterausschuss COVID-19- Pandemie im Deutschen Bundestag. Andrea Lindholz MdB, Vorsitzende des Ausschusses für Inneres und Heimat im Deutschen Bundestag vertrat die CSU. Außerdem nahmen Jörg Schindler, Bundesgeschäftsführer der Partei DIE LINKE, und Konstantin Kuhle MdB, Mitglied des FDP-Bundesvorstandes und Mitglied des Ausschusses für Inneres und Heimat im Deutschen Bundestag teil. Für die SPD sprach Boris Pistorius, Niedersächsischer Minister für Inneres und Sport und Mitglied des SPD-Parteivorstandes. Moderiert wurde der WebTalk von Katja Dörner, DKKV-Vorsitzende und Oberbürgermeisterin der Stadt Bonn.

Nach einer kurzen Vorstellung des DKKVs durch die Vorsitzende Katja Dörner, begann der Webtalk mit einem Eingangsstatment von allen fünf Sprecher:innen. Danach wurden Nachfragen vom DKKV-Vorstand an die Sprecher:innen gestellt, bevor die Moderatorin auf die Diskussion mit den Teilnehmenden eingegangen ist.

 Wir danken den Sprecher:innen und allen Teilnehmenden für ihre Zeit und ihr Interesse sowie die interessante und aufschlussreiche Diskussion.

Vollständige Aufzeichnung des WebTalks:


 

AFPCN-DKKV WebTalk Series

Im Rahmen der deutsch-französischen Zusammenarbeit findet seit diesem Jahr regelmäßig der AFPCN-DKKV Stammtisch statt, mit dem langfristigen Ziel, eine europäische Plattform zu schaffen, um die europäische Zusammenarbeit und den Austausch von Fachwissen und „Best-Practices“ zwischen europäischen Plattformen und Experten zu fördern.

Die „Association Française pour la Prévention des Catastrophes Naturelles“ (AFPCN) ist das französische Pendant zum DKKV. AFPCN wurde im Jahr 2000 gegründet um die Arbeit des französischen Komitees der Internationalen Dekade zur Reduzierung von Naturkatastrophen (IDNDR) fortzusetzen, als nationales Zentrum für kollektive, übergreifende und risikoübergreifende Überlegungen zum Thema Naturgefahren und als anerkannter Akteur in der internationalen Zusammenarbeit in diesem Bereich.

Um eine erste Austausch- und Diskussionsplattform zu schaffen, fand am 15.06.2021 der erste gemeinsame AFPCN-DKKV WebTalk statt. Unter dem Titel „Erfahrungsaustausch zum Hochwassermanagement in Frankreich und Deutschland: Dialog zwischen Praxisvertreter:innen auf lokaler Ebene“  wurden die Praxis in der Risikoprävention in Köln und Paris diskutiert.

Sprecher:innen

Dr. Marlene Willkomm

Die stellvertretende Leiterin der Hochwasserschutzzentrale der Stadtentwässerungsbetriebe Köln (StEB) hat über Hochwasserschutz in der Stadt Köln und insbesondere über Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation in Bezug auf das Hochwasserrisikomanagement gesprochen.

Régis Thépot

Der stellvertretende Generalsekretär des AFPCN und internationaler Experte für die Umsetzung der DRR-Politik hat seine Erfahrungen als Praxisvertreter im Bereich Hochwasserrisikomanagement in Frankreich und speziell im Bereich der Hochwasserrisikogovernance geteilt.

Moderation: Patrick Pigeon

Professor an der Universität Savoie-Mont-Blanc und Mitglied des Labors für Mediationen (Universität Paris IV, Sorbonne), moderierte den Dialog was einen erfolgreichen Austausch zwischen Referent:innen und Zuschauer:innen ermöglicht.

Ziel dieses WebTalks war es, gute Praktiken aufzuzeigen, von denen gegenseitig Inspiration geschöpft werden kann, sowie weitere Themen für einen zukünftigen Austausch zu identifizieren.

Während der lebhaften Diskussion wurde, noch einmal die hohe Bedeutung der Einbeziehung aller Akteursgruppen betont. In Paris werden regelmäßige Simulationen gebraucht, um die Bevölkerung zu sensibilisieren, da die letzte Flut schon länger her ist. Aber auch in Köln ist die Einbindung der Bevölkerung in die Präventionsarbeit ein wichtiger Schlüssel für effektives und inklusives Hochwassermanagement.

Aufgrund des zahlreichen positiven Feedbacks für dieses Format mit großen Austauscheffekt wird nun im Folgenden der nächste WebTalk mit DKKV-Moderation geplant.

Vollständige Aufzeichnung des WebTalks

Präsentation Dr. Marlene Willkomm

Präsentation Régis Thépot

In der Synopsis des Moderators können zudem Publikumsfragen, die nicht währende des Web-Talks beantwortet wurden, in Form eines schriftlichen Interviews eingesehen werden

Öffentlicher WebTalk04: Internationale Perspektiven auf die Corona-Pandemie vom 28. Juli

Sprecher:innen

Prof. Dr. Ilona Kickbusch

Gründerin und Vorsitzende des Global Health Centre am Graduate Institute of International and Development Studies

Dr. Kathrin Lorenz

Abteilungsleiterin Governance und Konflikt im Fach- und Methodenbereich der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ)

Andreas Hermann

Fachplaner Übergangshilfe im Fach- und Methodenbereich der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ)

Moderation: Prof. Dr. Reimund Schwarze

DKKV Vorstandsmitglied und Umweltökonom am Helmholtz Zentrum für Umweltforschung - UFZ

Frau Dr. Lorenz stellt, nach einer kurzen Vorstellung der GIZ und ihrer Arbeitsweise in der Krisenzeit, drei Thesen zu Auswirkungen der Corona-Krise auf die internationale Zusammenarbeit auf. Sie weist darauf hin, dass eine sofortige Umsteuerung von mittel- und langfristigen Maßnahmen erfolgen müsse. Des Weiteren müssten neben Themen der Gesundheit auch sozioökonomische Sekundärfolgen beachtet werden. Auch werde die Pandemie neue Realitäten stiften, welche neue neben neuen Potentialen auch Risiken offenbaren.

Herr Hermann verweist auf das übergreifende Leitprinzip der Agenda 2030, welches auch impliziert, dass nachhaltige Entwicklung nur gelingen kann, wenn alle Menschen miteinbezogen werden. Im Bezug auf die Umsetzung von GIZ-Vorhaben müsse nun eine neue Konflikt- und Kontextanalyse erfolgen, um so auch Sensibilität für diese Themen sowie für das Katastrophenrisikomanagement zu schaffen. Neben Kooperation und Partizipation sieht er ein risikoinformiertes Handeln als Leitprinzip nachhaltigen Handelns und der Entwicklungszusammenarbeit an.

Frau Prof. Dr. Kickbusch berichtet von den internationalen Herausforderungen durch die Covid-19 Pandemie aus der Perspektive ihrer langjährigen Erfahrungen als Expertin im Bereich Global Health. Sie gibt einen kurzen Überblick über den zeitlichen Verlauf der Pandemie und die Verteilung der Infiziertenzahlen auf die Länder. Besondere Schwierigkeiten für internationale Zusammenarbeit und Solidarität liegen darin, dass die am meisten betroffenen Länder (USA und Brasilien) nicht an multilateralem Handeln oder globaler Zusammenarbeit interessiert seien. Neue geopolitische Konflikte wirken sich auch auf andere Felder der Zusammenarbeit, wie etwa Umweltschutz oder Wirtschaft, aus.

Zur vollständigen Aufzeichnung des WebTalks

Öffentlicher WebTalk03 vom 27. Mai 2020

Sprecher:innen

Prof. Dr. Stefan Pickl

Stellvertretender Vorstandsvorsitzender des DKKVund Professor an der Universität der Bundeswehr in München.

Martin Zeidler

Stellvertretender Vorstandsvorsitzender des DKKV und Leiter des Aufbaustabs der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk.

Moderatorin: Katja Dörner

DKKV Vorsitzende und Stellvertretende Vorsitzende der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grüne

Prof. Dr. Stefan Pickl gibt einen kurzen Einblick, wie man in komplexen Situationen mehrere Aspekte berücksichtigen und eine optimale Balance finden kann. Er hebt dabei die beiden Sicherheitsbereiche Safety und Security besonders her.

Martin Zeidler spricht über die Aufgaben des THW in einer pandemischen Lage. Dazu zählen neben der Unterstützung der Logistik und technischen Infrastruktur auch die Fachberatung. Darüber hinaus werden Herausforderungen der föderalen Strukturen in Deutschland angeschnitten.

An dieser Stelle möchten wir uns für ihre spannenden Beiträge bei unseren stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden Prof. Dr. Stefan Pickl und Martin Zeidler sowie für die Moderation bei unserer Vorstandsvorsitzenden Katja Dörner bedanken. Darüber hinaus freuen wir uns, dass die Teilnehmer durch das Einsenden von Fragen die Diskussion in dem Webinar angeregt haben und es so zu einem regen Austausch zwischen Experten unterschiedlicher Bereiche kommen konnte.

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Öffentlicher WebTalk02 vom 06. Mai 2020

Sprecher:innen

Katja Dörner
DKKV Vorsitzende und Stellvertretende Vorsitzende der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen

Prof. Dr. Martin Voss

DKKV Vorstandsmitglied, Freie Universität Berlin Katastrophenforschungsstelle Berlin (KFS)

Moderator: Prof. Dr. Lothar Schrott

DKKV Vorstandsmitglied und Leiter des Masterstudienganges Katastrophenvorsorge und –management Universität Bonn Geographisches Institut

Katja Dörnergibt im WebTalk einen kurzen Einblick in die Kompetenzfelder der Ministerien. Des Weiteren spricht Frau Dörner darüber, wie systemische Gefahren in föderalen Strukturen bewältigt werden können und wie wichtig die Stärkung der Kompetenz des Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) sei. Für einen breiter aufgestellten Katastrophenschutz, schlägt sie außerdem vor, europäisch zu denken und pluralistische Ansätze zu nutzen. 

Prof. Dr. Martin Voss stellt Thesen für einen Bevölkerungsschutz der Zukunft auf. Zu den Thesen gehört neben der Notwendigkeit eines neuen Katastrophenverständnisses, u.a. auch die Forderung, in neuen Ansätzen zu denken. Ein adäquater und breit angestzter Forschungsansatz sei notwendig, um ein tieferes Verständnis für das pandemische Geschehen und dessen Wechselwirkungen zu erlangen.

In Anschluss an die beiden kurzen Vorträge hat eine Diskussion stattgefunden.

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Öffentlicher WebTalk01 vom 07. April 2020

Sprecher:innen

Dr. Wolfram Geier

DKKV Vorstandsmitglied und Abteilungspräsident im Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe - BBK

Prof. Dr. Reimund Schwarze

DKKV Vorstandsmitglied und Helmholtz Zentrum für Umweltforschung - UFZ

Moderatorin: Katja Dörner

DKKV Vorsitzende, MdB und Stellvertretende Vorsitzende der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen

Prof. Dr. Schwarze stellt im WebTalk 5 Thesen zu den sozio-ökonomischen Folgen der Pandemie auf und bezieht dabei die europäische und internationale Komponente mit ein. Zu den Thesen gehört neben den Aussagen, dass die volkswirtschaftlichen Kosten der Krise zurzeit zu hoch eingeschätzt werden würden und, dass die sozialen Folgen der Bekämpfung der Pandemie relevant seien, u.a. auch der Hinweis darauf, dass zur Bewältigung der Krise eine globale Denkweise notwendig sei.

Dr. Geier spricht über die komplexen Herausforderungen der aktuellen Lage für das Katastrophenrisikomanagementund beschäftigt sich mit den Fragen, warum wir uns in einer Krise befänden und welche Aussagen zur Verbesserung für Risiko- und Krisenmanagement aufgrund der Lage getroffen werden könnten. Er ist der Ansicht, dass man aus der Corona-Krise für die Zukunft viel lernen könne. Für ein fortschrittliches Katastrophenrisikomanagement müssten dabei drei Dinge beachtet werden: Querschnittliches Denken, Verbindlichkeit und Nachhaltigkeit. 

In Anschluss an die beiden kurzen Vorträge hat eine Diskussion stattgefunden.

Zur vollständigen Aufzeichnung des WebTalks