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Motivation, Satisfaction, and Risks of Operational Forces and Helpers Regarding the 2021 and 2013 Flood Operations in Germany

Im Juli 2021 kamen in Deutschland mehr als 180 Menschen bei Überschwemmungen ums Leben, als ein großes und langsam ziehendes Sturmsystem Deutschland und viele Nachbarländer heimsuchte. Die Zahl der Todesopfer und die Schäden waren die höchsten seit 1962 in Deutschland und bald darauf stand das Krisenmanagement in der öffentlichen Kritik. In dieser Studie wurde eine Online-Umfrage durchgeführt, um das Krisenmanagement besser zu verstehen und Lehren daraus zu ziehen. Sie stieß bei den Einsatzkräften und anderen Helfern (n = 2264) auf ein positives Interesse.

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Here Comes the Flood, but Not Failure? Lessons to Learn after the Heavy Rain and Pluvial Floods in Germany 2021

Überschwemmungen sind in Deutschland eine bekannte Naturgefahr, aber die Menge der Niederschläge und die daraus resultierenden hohen Todesopfer und Schäden nach den Ereignissen insbesondere vom 14. bis 15. Juli 2021 kamen überraschend. Fast sofort tauchten Fragen über das Versagen der Frühwarnketten und die Wirksamkeit der deutschen Maßnahmen auf, auch international. Dieser Artikel zeigt auf, welche Lehren daraus zu ziehen sind und wendet sich gegen eine Kultur der Schuldzuweisung. Die Ergebnisse basieren auf Vergleichen mit Erkenntnissen aus früheren Forschungsprojekten, die im Rhein-Erft-Kreis und der Stadt Köln durchgeführt wurden, sowie auf Gesprächen mit Einsatzkräften nach den Ereignissen 2021.

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Vorläufige Erst-Auswertung zur Umfrage zur Zufriedenheit der Einsatzkräfte, Helferinnen und Helfer beim Hochwasser 2021

Die vorläufige Auswertung der, von der Technischen Hochschule Köln durchgeführten, Umfrage zur Zufriedenheit der Einsatzkräfte und Helfer:innen bei der Hochwasserkatastrophe im Juli 2021 wurde nun veröffentlicht. 

Die Auswertung finden Sie hier.

Attributionsstudie

Die im Rahmen der Arbeit der World Weather Attribution-Initiative von 39 Forscher:innen durchgeführte Studie befasst sich mit dem Einfluss des Klimawandels auf die Starkregenfälle im Juli 2021: Die Wahrscheinlichkeit, dass es zu extremen Regenfällen kommt wie denen, die im letzten Monat zu Überschwemmungen in Deutschland, Belgien, den Niederlanden und Luxemburg geführt haben, hat sich durch den Klimawandel um das 1,2- bis 9-Fache erhöht. Das ist das Ergebnis einer neuen Attributionsstudie, die von einem internationalen Team von Klimawissenschaftler*innen heute veröffentlicht wurde. Aus der Studie geht außerdem hervor, dass sich die Intensität dieser extremen Niederschläge aufgrund der durch den Menschen verursachten globalen Erwärmung in der Region zwischen 3 und 19 Prozent erhöht hat. Die komplette Version des Berichts finden Sie hier.

Rapid attribution of heavy rainfall events leading to the severe flooding in Western Europe during July 2021

This study of World Weather Attribution highlights that at local scale detection of extreme precipitation trends is hindered by variability, but when considering such events occurring over the larger Western Europe region, significant trends attributable to human-induced climate change are evident even if we cannot predict where exactly these events occur. All available evidence taken together, including physical understanding, observations over a larger region and different regional climate models give high confidence that human-induced climate change has increased the likelihood and intensity of such an event to occur and these changes will continue in a rapidly warming climate. The full study can be found here.

 

Aus Katastrophen lernen

In einer Kolumne des Magazin GlobKult schreibt Prof. Dr. Uwe Grünewald in einem Gastbeitrag wie wir aus Katastrophen lernen können. Dabei geht er nicht nur auf das nötige Hintergrundwissen ein, sondern bezieht sich auch auf die DKKV Lessons Learned Studie, die infolge der Elbeflut 2002 veröffentlicht wurde.

CEDIM: Bericht zu Hochwasser in Mitteleuropa 2021

Ergänzung zum Bericht Nr. 1

Innerhalb der Forensischen Katastrophenanalysen (Forensic Disaster Analysis, FDA) hat das CEDIM seinen ersten Bericht um eine Ergänzung erweitert. Diese greift analog zum ersten Bericht eine Abbildung zur Niederschlagssumme jedoch in Abhängigkeit vom entsprechenden Postleitzahlengebiet auf. Darüber hinaus wird das Ausmaß der Unwetterschäden in Bezug auf das Bahn- und Straßenverkehrsnetz erläutert.

Die Inhalte der Ergänzung finden Sie hier.

Wie wird eine Flut zur Katastrophe?

Was sind die Ursachen und die Auswirkungen von Hochwasserkatastrophen an Flüssen? Dieser Frage ist eine internationale Gruppe von Forscher*innen um den GFZ-Hydrologen Bruno Merz in einem Übersichtartikel im Fachjournal Nature Reviews Earth and Environment nachgegangen. Die englische Originalstudie "Causes, impacts and patterns of disastrous river floods" finden Sie hier.

Extremhochwasser nimmt zu - Wie handeln?

Nach den Hochwasserereignissen im Juli 2021 beantwortet das HochwasserKompetenzCentrum (HKC) die Frage nach zentralen Handlungsfeldern, um uns an die neue Wirklichkeit mit mehr Wetterextremen anzupassen. Dabei werden vor allem Risikokommunikation, Frühwarnung und Alarmpläne, Bauvorsorge, Hochwasserentstehung in der Fläche denken, Anpassung an hydro-klimatische Extreme ganzheitlich denken, Umgang mit den bestehenden Instrumenten zur Vorsorge vor Hochwasser und Starkregen benannt.

Klassifikation meteorologischer Extremereignisse zur Risikovorsorge gegenüber Starkregen für den Bevölkerungsschutz und die Stadtentwicklung (KlamEx)

Mit Fokus auf den besiedelten Raum wurden Zusammenhänge zwischen Einsatzorten bei Starkregenvorkommen und siedlungsspezifischen Parametern untersucht. Der neue Ereigniskatalog umfasst alle Starkregenereignisse in Deutschland seit 2001. Das online bereitgestellte Dashboard ermöglicht die anwendungsfreundliche Selektion und GIS-basierte Visualisierung – zum Beispiel für ausgewählte Bundesländer oder Landkreise. Den Abschlussbericht finden Sie hier.

Extreme Hochwasser bleiben trotz integriertem Risikomanagement eine Herausforderung

Wissenschaftler:innen der Universität Potsdam, des Deutschen GeoForschungsZentrum und dem Potsdam Institut für Klimafolgenforschung haben ein Statement mit Bezug auf die kürzlichen Hochwasserereignisse veröffentlicht. Das Statement beschäftigt sich unter anderem mit den Fragen, warum die Hochwasserkatastrophe im Ahrtal so unerwartet kam und wie historische Erkenntnisse genutzt werden können, um Vorhersagen zu verbessern.

UFZ Statement: Fünf Prinzipien für klimasichere Kommunen und Städte

In Anbetracht der Starkniederschläge, die im Juli 2021 auf Westdeutschland, sowie Belgien und die Niederlande trafen, veröffentlicht das Zentrum für Umweltforschung ein Statement mit fünf Prinzipien für klimasichere Kommunen und Städten. Es bedarf einer Verbesserung der Frühwarnsysteme und Stärkung des Bevölkerungsschutzes. Zudem ist es erforderlich, die Schwamm- und Speicherfähigkeit von Städten zu steigern. Kritische Infrastrukturen müssen sich einer Klimaprüfung unterziehen, um sicherzugehen, dass sie auch in extremen Wetterlagen funktionsfähig sind. Mit Hilfe finanzieller Förder- und Anreizinstrumente und der Etablierung vorsorgeorientierter Versicherungsprämien soll zukünftig die Klimasicherheit von Gebäuden gefördert werden. Nicht nur Kooperation und Solidarität, sondern auch Gestaltungs- und Durchsetzungswille seitens Städten, Gemeinden, Investoren und Privatpersonen seien notwendig, um Kommunen und Städte klimasicher auszurüsten. Das Statement finden Sie auf der Website des Zentrum für Umweltforschung.

CEDIM: Bericht zu Hochwasser in Mitteleuropa Juli 2021

CEDIM hat im Rahmen seiner Forensischen Katastrophenanalysen (Forensic Disaster Analysis, FDA) einen ersten Bericht zu dem Hochwasserereignis im Juli 2021 mit Fokus auf Nordrhein-Westfalen & Rheinland-Pfalz veröffentlicht. Darin wird unter anderem auf meteorologische und hydrologische Hintergründe eingegangen sowie die Rolle des Klimawandels bei diesem Hochwasser eingeschätzt. Des Weiteren wird das Ereignis in den historischen Kontext der Ahr eingeordnet. Zum Schluss wird eine erste Abschätzung zu den Schäden der Überflutungen gegeben und die Auswirkungen auf den Verkehr visualisiert.

BBK: Hochwasserlage in Deutschland

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) hat im Zuge von Sturmtief Bernd eine Informationsseite zur Hochwasserlage in Deutschland eingerichtet. Dort können gezielt für einzelne Städte, Gemeinden und Kreise aber auch allgemein Hilfs- und Spendeninformationen abgerufen werden. Des Weiteren wird auf Themen wie Aktivitäten des BBK, Warnung der Bevölkerung oder Vorsichtsmaßnahmen eingegangen. Die Informationsseite zur Hochwasserlage in Deutschland finden Sie hier.
Das BBK hat zudem ein Handbuch für Bürger:innen und Kommunen zu unterschätzten Risiken von Starkregen und Sturzfluten veröffentlicht.

DWD: Hydro-klimatologische Einordnung der Stark- und Dauerniederschläge

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat eine hydro-klimatologische Einordnung der Stark- und Dauerniederschläge in Teilen Deutschlands im Zusammenhang mit dem Tiefdruckgebiet „Bernd“ vom 12. bis 19. Juli 2021 durchgeführt. Dabei wird zunächst auf die Wetter- und Ausgangslage eingegangen und dann der zeitliche und regionale Verlauf beschrieben. Darauf aufbauend erfolgt die klimatologische Einordnung. Am Ende wird noch kurz die Situation in benachbarten Ländern beleuchtet. Die Einordnung können Sie hier als pdf herunterladen.

DLR/ZKI: Erfassung von Luftbildern und Auswertung von satellitengestützten Daten von betroffenen Regionen

Aufgrund des Unwetters in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pflanz erfasst das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) Luftbilder und wertet sie mit weiteren Erdbeobachtungsdaten für die Helfer in den betroffenen Regionen aus. Zusätzlich hat das Zentrum für satellitengestützte Kriseninformation (ZKI) des DLR Hochwasserinformationen aus Satellitendaten abgeleitet. Diese werden an Rettungskräfte weitergegeben und als Lageinformation veröffentlicht.