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Blog zum Projekt Resilienz im Tourismus

Die nächste Phase im Projekt ist gestartet. Es konnten Projektpartner in Namibia, Sri Lanka und der Dominikanischen Republik gewonnen werden. Die Partner unterstützen die Implementierung und Anwendung der Analyse in den Destinationen. Wir freuen uns auf gute Zusammenarbeit in den folgenden Monaten mit der University of Namibia, mit Sustainable Tourism Services Pvt. Ltd, Sri Lanka und KATE Umwelt & Entwicklung e.V (für die Dominikanische Republik).

Auf dieser Seite möchten wir in den kommenden Monaten die Projektaktivitäten begleiten und einen Einblick in die Arbeit in den Destinationen gewähren.

Projektabschluss, 22.11.2022

Das Projekt Destinationsresilienz, Qualitätsinfrastruktur für resilienten Tourismus wurde nach erfolgreichem Abschluss von unterschiedlichsten Aktivitäten zur Resilienzsteigerung in touristischen Destinationen im Oktober 2022 beendet. In der letzten Projektphase fanden in den Destinationen weitere Workshops statt, auch mit Beteiligung der Politik, um die gewonnenen Erkenntnisse und die 5 Step Guideline zur Steigerung von Destinationsresilienz auch anderen Regionen der Länder zu vermitteln. Zum Abschluss wurden in einem internen Evaluationsmeeting alle drei lokalen Projektpartner zusammengebraucht, um destinationsspezifische Herausforderungen und erreichte Ziele vorzustellen. Dieses Meeting ermöglichte einen globalen Austausch von Erfahrungen und Inhalten, während es dem DKKV und Futouris auch als Reflexion der eigenen Projektkoordination diente. Die im Projekt entstandenen Kommunikationsprodukte und Guidelines stehen auf der Hauptprojektseite des DKKV kostenfrei zum Download zur Verfügung und können ebenfalls beim DKKV zum postalischen Versand angefragt werden. Der erfolgreiche Abschluss der Projektaktivitäten unterstreicht die gute Kooperation zwischen DKKV und Futouris in der gewinnbringenden Zusammenführung der Themen Risiko- und Krisenmanagement und nachhaltiger Tourismus. Auch die Kooperation mit den lokalen Projektpartner war durch spannende Austausche, interessante Veranstaltungen und ein hohes Maß an gegenseitigem Vertrauen gekennzeichnet. Wir bedanken uns bei allen Partnern und mitwirkenden Organisationen für ein rundum gelungenes Projekt! 

Brand und First Aid, 10.10.2022

Im September 2022 fanden Trainings zu Erste-Hilfe-Maßnahmen und Brandbekämpfung in Sri Lanka, Ella statt. Die Trainings adressierten verschiedene Akteur:innen des Tourismus und wurden mit großem Interesse wahrgenommen. Insgesamt nahmen 88 Teilnehmer:innen an den Schulungen teil. Zentrale Themen waren der Umgang mit Brandwunden und die Erkennung und Bewältigung feuerbasierter Risiken. Zur Schulung gehörten neben dem theoretisch vermittelten Wissen auch die praktische Übung des Extremfalls. Unter der Aufsicht eines Experten wurden verschiedene Brandszenarien nachgestellt und Erste-Hilfe-Maßnahmen sowie Brandbekämpfung eingeleitet und angewendet.

Fachworkshop zur Zertifizierung von Resilienz, 27.09.2022

Inhaltlich befindet sich das Projekt in der finalen Phase. So fand beispielsweise am 27.09.2022 ein Fachworkshop zur Überprüfung von Möglichkeiten zur Zertifizierung von Destinationen hinsichtlich ihrer Resilienz statt. Dazu wurde vorab ein Gutachten zum aktuellen Stand der Resilienzzertifizierung erstellt. Während des Fachworkshops, an dem mehrere globale Zertifizierungsorganisationen teilnahmen, wurden die Ergebnisse des Gutachtens diskutiert, um letztlich zu erörtern, welche spezifischen Aspekte sinnvoll für die Zertifizierung von Destinationsresilienz herangezogen werden können.

In den Destinationen werden zurzeit die letzten Trainings abgehalten. Auch sind nun die im Projekt entstanden Inhalte in Form von lokalen Resilienzleitfäden, einer holistischen Resilienz-Guideline, Flyern und Broschüren auf Deutsch, Englisch und Spanisch auf der Projektseite abrufbar. Besonders deutlich wird gerade in diesen Tagen die Relevanz dieses Projektes, denn die Dominikanische Republik, speziell auch unsere Pilotdestination Samaná, ist vom Hurrikan Fiona betroffen. Der Aufbau und die Stärkung von Destinationsresilienz gewinnen im Hinblick auf dieses Ereignis deutlich an Bedeutung.

Interview für das BMZ-Magazin, 16.08.2022

Dr. Benni Thiebes, (Geschäftsführer des DKKV) und Inga Meese (Geschäftsführerin von Futouris e.V.) besprechen im Interview für das BMZ-Magazin „Das Corona Hilfspaket Tourismus des BMZ – Für Krisenbewältigung, Wiederaufbau und Resilienz“, welche Lehren der Tourismussektor aus der Pandemie ziehen kann und welche Maßnahmen notwendig sind, sich zukünftig besser auf Krisen vorzubereiten.

Das vollständige Interview ist hier zu finden.

 

Trainings Sri Lanka, Namibia, 10.08.2022

Unser „Destinationsresilienz“-Projekt ging Ende Juli in die nächste Runde: Sowohl in Namibia als auch in Sri Lanka wurden Trainings mit lokalen Stakeholdern durchgeführt. Den Anfang machten unsere Projektpartner:innen der Sustainable Tourism Services Pvt. Ltd am 18. und 19. Juli im Hotel „Ella’s Edge Resort“. Unter den 32 Teilnehmenden waren insbesondere weibliche Unternehmerinnen, Homestay-Betreiberinnen und Mitarbeiterinnen aus anderen touristischen Kontexten.

Am ersten Tag gab der Direktor des lokalen Zentrums für Katastrophenmanagement einen interaktiven Workshop zum Thema Brandschutz- und Notfallmaßnahmen sowie zu Umweltrisiken im unternehmerischen Kontext. Die ortsspezifischen Risiken für den Tourismus in Ella wurden erläutert und im Rahmen einer Exkursion zu dem berühmten Wasserfall Ravana in den praktischen Kontext gesetzt.

Der Ravana-Wasserfall ist für viele Todesfälle von Tourist:innen sowie Einheimischen bekannt, da die Höhe und der schwierige Aufstieg zum Wasserfall oft unterschätzt werden. Viele Menschen rutschen aus und stürzen, tödlich endende Unfälle sind häufig. Am darauffolgenden Tag wurden im Rahmen einer Gruppenarbeit auf Basis der Kenntnisse vom ersten Workshop-Tag Strategien zur Risikominderung entwickelt. Außerdem lernten die Teilnehmenden in einer weiteren Trainingseinheit Grundsätze zur Resilienzförderung kennen und wie die Strategien mit den Zielen einer nachhaltigen Tourismusentwicklung verknüpft werden können. Für Ella finden Sie hier ein kurzes Video mit einigen Eindrücken des Trainings.

Das Training der University of Namibia erfolgte nur weniger Tage später am 26. und 27. Juli in Swakopmund. An beiden Tagen wurden vier verschiedene Module angeboten: GIS, Destination Brand Management, Community Resilience und Tourism Resilience. Im GIS-Modul lernten die Teilnehmenden beispielsweise, wie Gebiete identifiziert werden können, die besonders anfällig für Ereignisse wie Überflutungen oder Brände sind. Da in den vorherigen Workshops die Dürre als wesentliches lokales Risiko identifiziert worden war, wurden auch Themen wie nachhaltiger Wasserkonsum oder -aufbereitung thematisiert. Weitere Inhalte der anderen Module waren u.a. das Bewusstsein für Klimawandel, Training für kollektives Handeln sowie die Diversifizierung unternehmerischen Handelns. Die Teilnehmenden konnten aufgrund der bausteinartigen Struktur der Inhalte an allen Modulen teilnehmen, die für sie von Interesse waren.

Beide Trainings verliefen sehr erfolgreich und ermöglichten den Teilnehmenden neue und interessante Einblicke in die Bereiche Risikomanagement, Resilienz und Nachhaltigkeit. Zum Schluss erhielten alle Teilnehmenden ein Teilnahmezertifikat. Das Training in der Projektdestination Samaná in der Dominikanischen Republik wird Ende August durchgeführt.

2. Workshop-Reihe, 28.06.2022

Den Auftakt der zweiten Workshop-Reihe in den Destinationen macht am 02. Juni 2022 das lokale Team in Sri Lanka. In Ella trafen sich 32 lokale Stakeholder, die sich u. a. aus Akteuren aus dem Gastronomie- und Beherbergungssektor und Tourguides zusammensetze. Gemeinsam wurden die Ergebnisse aus dem ersten Workshop präsentiert, weitere Aktivitäten gesammelt sowie der bisherige und zukünftige Trainingsbedarf analysiert.

Auch in Namibia wurden die Projektaktivitäten im Rahmen eines zweiten Workshops fortgeführt. Am 14. Juni 2022 kamen die Teilnehmenden im Swakopmund Hotel and Entertainment Centre zusammen. Mit kreativen Workshopmethoden wie einem Gallery Walk oder der Modellierung von Risikoketten wurden dort Risikotreiber und entsprechende Handlungsmöglichkeiten identifiziert. Zudem wurden in Gruppenarbeiten Hindernisse und Fördermöglichkeiten für entsprechende Maßnahmen im Rahmen der Resilienzsteigerung in der Destination erörtert.

In der Dominikanischen Republik kamen die Teilnehmenden des zweiten Workshops am 09. Juni 2022 zusammen, um ähnliche Fragestellungen im Kontext der touristischen Aktivität in Samaná zu diskutieren. Der Workshop zeichnete sich durch eine hohe Teilnahmebereitschaft und engagierte Mitarbeit der lokalen Akteure aus. Förderliche und hinderliche Faktoren für die Durchführung von Maßnahmen zur Steigerung von Resilienz konnten identifiziert und in eine langfriste Strategie für die Destination übersetzt werden.

Eindrücke aus dem Projekt

Die Projektdestination Samaná in der Dominikanischen Republik
Eindrücke aus Samaná in der Dominikanischen Republik
Gruppenbild aus der Projektdestination Ella in Sri Lanka
Gefahren und Risiken in Ella in Sri Lanka
Gefahren und Risiken in Ella in Sri Lanka
Eindrücke des ersten Workshops in Namibia
Der erste Workshop in Sri Lanka