15. Forum Katastrophenvorsorge - 3. und 4. November 2015

Partizipation von allen!? Herausforderungen einer integrativen Katastrophenvorsorge

Am 3. und 4. November 2015 findet das 15. Forum Katastrophenvorsorge statt. Im Fokus der diesjährigen Veranstaltung steht das Thema der aktiven Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern, von zivilgesellschaftlichen Gruppen, von unterschiedlichen Behörden und Ressorts sowie von Gemeinden und Städten als ein wichtiger Bestandteil für den Erfolg von Maßnahmen der Katastrophenvorsorge. 

Zu Formen der Beteiligung, den Mechanismen der Entscheidungsfindung und den Auswirkungen von umfassender Beteiligung bestehen noch kaum einheitliche Konzepte und Ansätze. Dies gilt sowohl für den deutschen Kontext als auch für die internationale Kooperation. Daher wird das 15. Forum Katastrophenvorsorge die unterschiedlichen Aspekte von Partizipation beleuchten und neueste Forschungsergebnisse und Erfahrungen aus der Praxis des Katastrophenmanagements vorstellen. 

Die zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer der Hilfsorganisationen stellen eine wichtige Komponente der Katastrophenvorsorge in Deutschland dar. Angesichts aktueller Entwicklungen stehen Katastrophenschutzorganisationen jedoch vor einer doppelten Herausforderung: Sie müssen ihre Strukturen zeitgemäßer, attraktiver und passgenauer für gegenwärtige Arbeits- und Lebensmodelle gestalten, um ehrenamtliche Kräfte zu gewinnen und diese langfristig zu halten. Zugleich müssen sich Einsatzorganisationen strukturell öffnen, um die Hilfsangebote ungebundener Helferinnen und Helfer in die Schadensbewältigung integrieren zu können. Welche Antworten gibt es auf diese Herausforderungen?

Doch nicht nur in Deutschland spielt die Beteiligung unterschiedlicher Gruppen und Einrichtungen im Katastrophenmanagement eine wichtige Rolle. Das im März 2015 verabschiedete internationale Rahmenwerk zur Katastrophenvorsorge hebt ausdrücklich die aktive Einbindung verschiedener Akteure und Bevölkerungsgruppen hervor. Wie können die Vorgaben aus dem Abkommen in Deutschland und in der internationalen Zusammenarbeit umgesetzt und wie müssen die Prozesse zur Partizipation gestaltet werden?Das Engagement und die Aktivitäten aller Beteiligten sind nicht nur auf den Katastrophenfall beschränkt, sondern erstrecken sich auch auf langfristige Vorsorgemaßnahmen. Hier spielen Kommunikation und Wahrnehmung von Risiken eine große Rolle. Wie können Risiken effektiv kommuniziert und zwischen Staat, Institutionen und Bürgern diskutiert werden? Wie gelingt hier eine Zwei-Wege-Kommunikation? Welche Auswirkung hat Kommunikation von Risiken auf die Eigenvorsorge und Selbsthilfefähigkeit der Bevölkerung und auf Projektplanungen in der Katastrophenvorsorge?

Bitte senden Sie das Formular per E-Mail oder Fax zurück an das Deutsche Komitee Katastrophenvorsorge e.V. (DKKV).  

 

 

Veranstalter

Deutsches Komitee Katastrophenvorsorge e. V. (DKKV), Bonn
Deutsches Rotes Kreuz, Generalsekretariat, Berlin
Universität Potsdam, Institut für Erd- und Umweltwissenschaften, Potsdam-Golm

gefördert durch: