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Infoblatt 01/00 vom Februar 2000

Stärkung der Frühwarnsysteme in Antigua und Barbuda

Nach einem Bericht von Gerald Duda, GTZ, Eschborn.
Auch im letzten Jahr sind zahlreiche Wirbelstürme durch die Karibik und den Golf von Mexico gezogen und haben Schäden in Milliardenhöhe verursacht. Die Regierung der Inselstaaten Antigua und Barbuda ist sich dieser Risiken bewusst und hat deshalb Anstrengungen unternommen, um die durch Naturkatastrophen gegebenen Gefahrenpotentioale durch geeignete Frühwarnsysteme und die Verbesserung der Katastrophenvorsorge zu verringern. Durch das Projekt: „Stärkung der Frühwarnsysteme in Antigua und Barbuda“ das im Rahmen der IDNDR vom Auswärtigen Amt finanziert und von der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) durchgeführt wurde, konnten diese Bemühungen erfolgreich unterstützt werden.

Das zweijährige Projekt wurde 1999 beendet. Folgende Ergebnisse wurden erzielt: Durch eine systematische Bestandsaufnahme und Schwachstellenanalyse des bestehenden Frühwarnsystems wurde die Grundlage für eine weitere Verbesserung der Frühwarnung und des Katastrophenschutzes geleistet. Den verantwortlichen Behörden in Antigua und Barbuda liegt damit ein Aktionsplan vor, der über die durchgeführten Massnahmen hinaus, dazu dient, die Frühwarnung zu verbessern.

Der Nutzen des Aktionsplan:

  • Durch die Einrichtung des Informationssystems „DesInventar“ konnten die Informationen über die Auswirkungen und Schadensprofile bisheriger Katastrophen verbessert werden. So wurde z.B. der kumulative Effekt von kleineren Naturkatastrophen deutlich gemacht und gezeigt, dass auch hier Vorsorgemassnahmen sinnvoll und notwendig sind.
  • Risikokarten wurden erstellt, die die auf den Inseln gegebenen Gefahrenpotentiale ausweisen. Die Karten zeigen Gefahrenpotentiale, die zuvor in dieser Form nicht erkennbar waren.
  • Die District Disaster Committees (DDK) stellen auf Gemeindeebene das entscheidende Instrument für eine wirksame Frühwarnung und Vorsorge dar. Die Handlungsfähigkeit des DDKs wurde wirksam verbessert. Erreicht wurde dies durch eine engere Einbindung in das nationale System, durch eine Verbesserung der Kommunikationsmöglichkeiten, durch Schulung der Mitarbeiter sowie durch eine Prüfung und Verbesserung der Distrikt-Katastrophenschutzpläne.
  • Der Informations- und Erfahrungsaustausch mit Katastrophenschutzeinrichtungen und -organisationen anderer Inselstaaten sowie auf überregionaler Ebene (CDERA) wurde durch das Projekt gefördert. Die Einbindung der zuständigen Behörden in Antigua und Barbuda in überregionale Strukturen des Informationsaustausches konnte hierdurch verbessert werden. Auch über das Projekt hinaus können so neue Impulse für Verbesserungen der Katastrophenvorsorge empfangen und umgesetzt werden.

Durch das Projekt ist es gelungen, einen wirksamen Beitrag zur Stärkung der Frühwarnsysteme in Antigua und Barbuda zu leisten. Das Vorhaben zeigt, dass mit einem relativ geringen Mittelaufwand eine Verbesserung der Frühwarnung und des Katastrophenschutzes auf kleinen Inselstaaten möglich ist. Insofern sollten andere Staaten ermutigt werden, Massnahmen zur Verbesserung und Stärkung von Frühwarnsystemen und Katastrophenschutzstrukturen durchzuführen. Das Projekt in Antigua und Barbuda kann hierfür als Beispiel dienen.

Ermutigt auch durch die Erfahrungen in Antigua und Barbuda will die GTZ sich in Zukunft - über die bereits in der Durchführung befindlichen Massnahmen hinaus - verstärkt Aufgabenstellungen im Bereich der Katastrophenvorbeugung und -vorsorge zuwenden und den Tätigkeitsbereich zu einem festen Bestandteil der Technischen Zusammenarbeit machen.

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