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Infoblatt 01/00 vom Februar 2000

Naturkatastrophen: künftige Risiken und notwendige Vorsorge

Am 19. Januar hat das Deutsche Komitee für Katastrophenvorsorge unter Leitung des Vorsitzenden Herrn Dr. Blüm in Berlin eine Pressekonferenz zum Thema: Naturkatastrophen - zukünftige Risiken und notwendige Vorsorge veranstaltet. Als Experten standen Herr Prof. Dr. Schellnhuber, Direktor am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, Herr Dr. Dombrowsky, Leiter der Katastrophenforschungsstelle der Christian-Albrechts-Universität Kiel, Herr Dr. Berz, Leiter der Abteilung Geowissenschaften der Münchener Rückversicherung sowie Herr Prof. Dr. Plate, Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats, Herr Dr. Schöttler, Vorsitzender des Operativen Beirats und Herr Eikenberg, Geschäftsführer des Komitees zur Verfügung. Aufgrund der im Zusammenhang mit der CDU-Parteispendenaffäre sich überstürzenden Medienereignisse war die Presseresonanz jedoch relativ gering. Es folgt eine kurze Presseschau:

Der Berliner Tagesspiegel zitiert den Vorsitzenden Herrn Dr. Blüm: „Noch ist Europa eine Insel der Glücklichen“. Aber „Wir müssen uns an Stürme wie Lothar gewöhnen. Abrupte Katastrophen werden im globalen Klimageschehen künftig eine deutlich grössere Rolle spielen als bislang angenommen. (...) Eine Ursache für die entfesselten Naturgewalten ist möglicherweise die globale Klimaerwärmung. Wenn sie weitergeht wie bisher, wird der Meeresspiegel bis zum Ende dieses Jahrhunderts um einen halben Meter steigen“, so der Berliner Tagesspiegel. Die Berliner Morgenpost erklärt: „Selbst wenn mit dem heutigen Tag der Kohlendioxid-Ausstoss auf Null gefahren würde, würde das der Erderwärmung möglicherweise erst in 1000 Jahren Einhalt gebieten.“ Und in der Zeitschrift Focus resümiert Prof. Schellnhuber zum Thema Klimawandel: „Ein Sturm wie "Lothar" kann durchaus ein Hinweis auf Veränderungen in der Klimastruktur sein. (...) Seit den 70er Jahren hat sich das europäische Westwindband über dem Atlantik hin stark verschoben. Stürme, die früher über Schottland jagten, graben heute tiefe Schneisen in unsere Wälder. Aber wir können bei einem Risiko wie der globalen Erwärmung keine konkreten Zuordnungen machen. Niemand kann sagen, dieser Wirbelsturm sei eine Folge des Klimawandels“. Der Berliner Tagesspiegel gibt zu bedenken: „Nur die grossen Überschwemmungen in China und Venezuela sowie die beiden Beben in Taiwan und der Türkei verursachten 1999 mehr Sachschäden als "Lothar". Der Grund: „Keine Bauvorschrift in Frankreich oder Deutschland sieht einen Schutz gegen Windgeschwindigkeiten von mehr als 200 Kilometer pro Stunde vor.“Auch hier wäre also noch viel zu tun.

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