Am 18.05.2010 fand der alle zwei Jahre von der Europäischen Union und der Region Lateinamerika und Karibik ausgerichtete Summit (EU-LAC Summit) in Madrid statt. Es handelte sich dabei um das 6. Treffen dieser Art. Thema war die Entwicklung einer
neuen Phase in der regionalen Partnerschaft mit dem Schwerpunkt „Innovation und Technologie für nachhaltige Entwicklung und soziale Einbindung“.
In Vorbereitung dieses Treffens fand Ende April in Lima auf Einladung des peruanischen Umweltministeriums ein Sektordialog mit dem Schwerpunkt „Klimawandel“ statt.
Das peruanische Umweltministerium hatte die Deutsche Botschaft in Lima angefragt, einen Fachbeitrag zum Thema „Katastrophenvorsorge in der Anpassung an den Klimawandel“ ein zu bringen. Das DKKV übernahm diese Funktion.
Positiv kann festgestellt werden, dass in der Abschlusserklärung von Lima (Lima-Declaration) die Bedeutung der Katastrophenvorsorge sowohl in den Bereichen „Anpassung an den Klimawandel“ als auch im Bereich „Technologietransfer“ (Hinweis auf die Notwendigkeit eines widerstandsfähigen Technologietransfers, der den negativen Auswirkungen des Klimawandels gewachsen ist) wieder findet.
Finden sich diese Inhalte in den Ergebnissen von Madrid wieder ?
Im Aktionsplan von Madrid 2010 – 2012 ist Katastrophenvorsorge in Abschnitt 2 „Nachhaltige Entwicklung, Umwelt, Klimawandel, Biodiversität und Energie“ verankert.
Es wird dazu aufgefordert, langfristige Kooperationen und Initiativen zur Reduzierung der Vulnerabilität gegenüber Naturkatastrophen zu fördern.
Regionale Zusammenarbeiten im Bereich der Katastrophenvorsorge und des Katastrophenmanagements sollen unterstützt werden. Gleichzeitig wird die Bedeutung von klimaresilienten Entwicklungen hervorgehoben.
Die Parteien erwarten als Ergebnis gestärkte Kapazitäten und Katastrophemanagement-Netzwerke, um Naturkatastrophen zu verhindern und zu bekämpfen.
Fazit:
Katastrophenvorsorge ist in dem gemeinsam von Europäischer Union und den lateinamerikanischen und karibischen Staaten verabschiedeten Plan für die nächsten zwei Jahre verankert. Die in den Dokumenten vorhandenen Referenzen können als Anknüpfungspunkte für die weitere politische und praktische Promotion der Katastrophenvorsorge in der regionalen Zusammenarbeit und der Arbeit vor Ort genutzt werden. Mit der Laufzeit des Arbeitsplanes bis 2012 ergibt sich zudem die Möglichkeit zur Anknüpfung an die 2012 international angekündigte Nachhaltigkeitsdiskussion in Fortführung der Agenda 21 und der Beschlüsse aus Johannesburg.
Unter folgendem link finden Sie die Erklärung von Madrid und den Arbeitsplan:
http://ec.europa.eu/external_relations/lac/index_en.htm
Karl-Otto Zentel